Eingewöhnungszeit
Besonders zweijährige
Kinder brauchen eine kontinuierliche und zuverlässige Beziehung zu
Erwachsenen, damit sie sich neugierig, forschend und aktiv in ihrer
Umgebung bewegen können. Je nach Kind sollte die Eingewöhnung in den
ersten Tagen mit der Mutter erfolgen, nach ein bis zwei Tagen ist dann
eine erste Trennung für eine gewisse Zeit möglich. Die ersten vier
Wochen nimmt Ihr Kind nicht am Waldtag teil, es soll sich zuerst im
Kindergarten sicher und wohl fühlen und eine Vertrauensbasis zu uns
aufgebaut haben. Danach ist in Absprache mit der Erzieherin der Waldtag
einzuplanen. Die Zweijährigen nehmen erst mit ca. zweieinhalb Jahren am
Waldtag teil, mit Rücksicht auf die Entwicklung jedes einzelnen Kindes,
(z.B. gut Laufen können). Es ist wichtig, dass vertraute Dinge, wie z.B.
eine Puppe oder ein Teddybär, über die Trennung hinweghelfen können.
Eine sanfte Eingewöhnung durch eine neue Bezugsperson „Erzieherin“
ist daher von größter Wichtigkeit.
Unsere
Regeln
Es
gibt in unserem Kindergarten einen großen Freiraum für die
individuelle Gestaltung des Tagesablaufes, aber es gibt auch Regeln
und Grenzen sowohl für die Kinder, als auch für die Erzieherinnen und
Eltern.
Sie
geben Allen einen festen und verlässlichen Rahmen für den Alltag. Dabei
ist es uns wichtig, dass es möglichst wenige, dafür aber klare und
nachvollziehbare Regeln gibt, um sie für die Kinder durchschaubar zu
machen.
Da
diese Regeln grundsätzlich gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden,
werden sie von den Kindern verinnerlicht und sie sind sich somit der
Konsequenz einer Regelverletzung bewusst.
Darüber
hinaus gibt es je nach Situation flexible Absprachen zwischen den Kindern
und den Erzieherinnen.
Elternarbeit
Wir pflegen einen
vertrauensvollen und offenen Umgang mit den Eltern. Dabei ist es ein
wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, Sie in ihrer Erziehungs- und
Familienarbeit zu unterstützen und zu beraten. Wir möchten
Ansprechpartner für Sie sein und Sie über die Fortschritte Ihres Kindes
informieren.
Deshalb stehen wir Ihnen
nach Terminabsprache jederzeit zu Entwicklungsgesprächen über ihr Kind
zur Verfügung.
Um die Stärken und Schwächen
jedes einzelnen Kindes im Auge zu behalten, führen wir regelmäßig einen
Beobachtungsbogen, der unter anderem die grob- und feinmotorische
Entwicklung, Spracherwerb sowie die sozialen Kontakte dokumentiert.
Zweijährige
im Kindergarten
Seit dem 1.8.2006 hat
sich unsere Kindergartengruppe auf eine Stärke von 20 Kindern reduziert.
Hiervon sind in der Regel drei bis vier Kinder unter drei Jahren.
Für
uns Erzieherinnen war eine andere Gruppenzusammensetzung eine erneute
Herausforderung. Der Tagesablauf, die neuen Spielbereiche und Spielmaterialien
wurden verändert, um diese Altersgruppe zu integrieren. Dabei werden die
individuellen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche dieser Altersgruppe
berücksichtigt. Zweijährige brauchen insbesondere eine sichere Bindung
sowie individuelle Zuwendung, Aufmerksamkeit und Nähe des Erwachsenen.
Sie sind an allem interessiert, was sie erreichen können, und was Ältere
ihnen vormachen, sie sind sehr neugierig und bewegungsaktiv. Sie
brauchen angemessene Raumgestaltung und Spielangebote
Durch gezielte Fort- und
Weiterbildungen und pädagogische Literatur sind wir auf die neue
Gruppenstruktur vorbereitet.
Schlaumäuse
Projekt oder die „Kleinen Strolche“ entdecken die Sprache
Spätestens
seit Pisa ist klar: Nicht allen Kindern gelingt es, bis zum Eintritt in
die Schule die sprachliche Fähigkeit so zu erwerben, dass es ihnen ermöglicht,
Lerninhalte aufzunehmen und mit Spaß am Unterricht teil zunehmen.
Jedes Kind hat seinen
eigenen Umgang mit Sprache und jedes Kind eignet sich Sprache auf seine
Weise an.
Mit Sprache teilen
Kinder sich anderen mit, Sprache hilft, uns selbst und andere zu verstehen
und das, was unsere Welt ausmacht, zu ergründen, zu benennen und zu
gestalten. Kinder erleben Sprache „im Leben“ im sozialen Miteinander.
Um Kinder bei ihrem
Spracherwerb zu begleiten und zu unterstützen, bieten wir einmal in der
Woche in einer Kleingruppe gezielte Sprachförderung an.
Dort werden z.B.
projektbezogene Bilderbücher, Symbolkarten, Ereignisposter oder
Dia-Bilderbücher mit den Kindern betrachtet, besprochen und dadurch
spielerisch die Sprache angeregt.