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Kindergartentag
Kindergartenwoche
Sonstige Aktivitäten

 

Ziele unseres Kindergartens

In unserem zweigruppigen Kindergarten „Kleine Strolche“ leben wir mit den Kindern naturbezogen und lebensnah. Wir betreuen Kinder im Alter von 2-6 Jahren und unsere Aufnahmekapazität beträgt 20 Kinder. Wir orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und verknüpfen sie mit lebenspraktischen und naturbezogenen Elementen.

Es ist uns wichtig, traditionelle und christliche Werte sowie Feste als Grundlage unserer Arbeit mit einfließen zu lassen. Rituale wie Tischgebete, Lieder und gemeinsame christliche Feste feiern sind fester Bestandteil unserer Arbeit mit den Kindern.

Unsere pädagogische Arbeit ist geprägt durch die Erziehung zur Selbständigkeit. In allen Bereichen legen wir großen Wert darauf, dass sich unsere Kinder etwas zutrauen und immer den Schritt des Ausprobierens und des Versuchens zu starten.

Hauptziel unserer Arbeit ist es, das Kind in der Entfaltung von Eigeninitiative und Selbstbestimmung zu unterstützen. Dies geschieht bei uns durch unterschiedliche  Material- und Spielangebote sowie durch die Möglichkeit,  Freundschaften und Angebote weitestgehend frei wählen zu können.

Die Kleinsten, die konstante Bezugspersonen benötigen, wachsen aus dem festen Gruppenraum in die offene Struktur des Hauses hinein. Sie lernen den Kindergarten Stück für Stück kennen, zunächst in sicherer Begleitung der Erzieherinnen, um ihn später immer selbständiger und neugieriger zu erforschen. Dabei orientieren wir uns bereits stark an dem Entwurf des Bildungs- und Erziehungsplans des Landes Hessen.

 

Lernen im Kindergarten

Jedes Kind hat seine eigene Entwicklungszeit, um bestimmte Fähigkeiten auszubilden. Dabei werden individuelle Interessen berücksichtigt. Es ist uns wichtig, dass die Kinder durch unterschiedlichste Materialangebote und verschiedene Anregungen ihre Kreativität und Phantasien entfalten können.

Wir, die Erziehrinnen, sehen uns als  Entwicklungsbegleiter. Wir greifen die Impulse der Kinder auf und reflektieren sie in unserer Kindergartenarbeit.

Wir leiten durch Beobachtungen und aktuelle Begebenheiten Situationen ab und entwickeln für die Gesamtgruppe  neue Projekte und Angebote.

Unser Kindergarten ist ein Ort, an dem sich die Kinder wohlfühlen sollen, und Kind sein dürfen. Sie sollen sich als Individuum wichtig und ernst genommen fühlen, Vertrauen zur Erzieherin haben, Sicherheit und Geborgenheit erfahren.

Wir wollen den Kindern einen Platz bieten, wo sie Hilfestellung bekommen und Begleitung erfahren. Sie singen, lachen, weinen und wütend sein dürfen und Erfahrungen für ihr weiteres Leben sammeln können.

Vieles von dem, was Kinder im Kindergarten lernen tragen sie nicht in der Hand mit nach Hause. Trotzdem haben sie dort eine Menge erfahren und gelernt – Qualität, die stark macht für das Leben.

 

Wir versuchen uns auf jedes einzelne Kind einzulassen, indem wir es beobachten, unterstützen, es ernst nehmen und seine Ideen anhören und aufgreifen.

Die Selbständigkeit fördern: Die Kinder sollen lernen ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und zu formulieren, sich etwas zu Trauen, Mut zu haben, es auszuprobieren und die Möglichkeit zu haben, Spiel, Partner und Ort frei zu wählen. Durch die Mitbestimmung im täglichen Gesprächskreis haben die Kinder die Möglichkeit, ihre eigenen Vorschläge und Ideen zu äußern.

Die Sozialkompetenz fördern: Die Kinder sollen lernen miteinander zu sprechen, sich und andere zu akzeptieren und zu respektieren. Sie sollen die selbsterstellten Regeln einhalten, um ein  Gemeinschaftsgefühl für die Gruppe zu entwickeln. Auftretende Konfliktsituationen im Spiel können helfen Lösungsmöglichkeiten zu finden und Kompromisse einzugehen.

Wir achten darauf, dass die Kinder sich gegenseitig helfen. Die erweiterte Altersspanne fördert die Sozialkompetenz wie z.B. gegenseitige Rücksichtnahme. Dabei können sie erfahren „selbst zu helfen“ und  Hilfe anzunehmen.

 

Eingewöhnungszeit

Besonders zweijährige Kinder brauchen eine kontinuierliche und zuverlässige Beziehung zu Erwachsenen, damit sie sich neugierig, forschend und aktiv in ihrer Umgebung bewegen können. Je nach Kind sollte die Eingewöhnung in den ersten Tagen mit der Mutter erfolgen, nach ein bis zwei Tagen ist dann eine erste Trennung für eine gewisse Zeit möglich. Die ersten vier Wochen nimmt Ihr Kind nicht am Waldtag teil, es soll sich zuerst im Kindergarten sicher und wohl fühlen und eine Vertrauensbasis zu uns aufgebaut haben. Danach ist in Absprache mit der Erzieherin der Waldtag einzuplanen. Die Zweijährigen nehmen erst mit ca. zweieinhalb Jahren am Waldtag teil, mit Rücksicht auf die Entwicklung jedes einzelnen Kindes, (z.B. gut Laufen können). Es ist wichtig, dass vertraute Dinge, wie z.B. eine Puppe oder ein Teddybär, über die Trennung hinweghelfen können. Eine sanfte Eingewöhnung durch eine neue Bezugsperson „Erzieherin“ ist daher von größter Wichtigkeit.

Unsere Regeln

Es gibt  in unserem Kindergarten einen großen Freiraum für die individuelle Gestaltung des Tagesablaufes, aber  es gibt auch Regeln und Grenzen sowohl für die Kinder, als auch für die Erzieherinnen und Eltern.

Sie geben Allen einen festen und verlässlichen Rahmen für den Alltag. Dabei ist es uns wichtig, dass es möglichst wenige, dafür aber klare und nachvollziehbare Regeln gibt, um sie für die Kinder durchschaubar zu machen.

Da diese Regeln grundsätzlich gemeinsam mit den Kindern erarbeitet werden, werden  sie von den Kindern verinnerlicht und sie sind sich somit der Konsequenz einer Regelverletzung bewusst.

Darüber hinaus gibt es je nach Situation flexible Absprachen zwischen den Kindern und den Erzieherinnen.

Elternarbeit

Wir pflegen einen vertrauensvollen und offenen Umgang mit den Eltern. Dabei ist es ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit, Sie in ihrer Erziehungs- und Familienarbeit zu unterstützen und zu beraten. Wir möchten Ansprechpartner für Sie sein und Sie über die Fortschritte Ihres Kindes informieren.

Deshalb stehen wir Ihnen nach Terminabsprache jederzeit zu Entwicklungsgesprächen über ihr Kind zur Verfügung.

Um die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Kindes im Auge zu behalten, führen wir regelmäßig einen Beobachtungsbogen, der unter anderem die grob- und feinmotorische Entwicklung, Spracherwerb sowie die sozialen Kontakte dokumentiert.

Zweijährige im Kindergarten

Seit dem 1.8.2006 hat sich unsere Kindergartengruppe auf eine Stärke von 20 Kindern reduziert. Hiervon sind in der Regel drei bis vier Kinder unter drei Jahren.

Für uns Erzieherinnen war eine andere Gruppenzusammensetzung eine erneute Herausforderung.  Der Tagesablauf, die neuen Spielbereiche und Spielmaterialien wurden verändert, um diese Altersgruppe zu integrieren. Dabei werden die individuellen Interessen, Bedürfnisse und Wünsche dieser Altersgruppe berücksichtigt. Zweijährige brauchen insbesondere eine sichere Bindung sowie individuelle Zuwendung, Aufmerksamkeit und Nähe des Erwachsenen. Sie sind an allem interessiert, was sie erreichen können, und was Ältere ihnen vormachen, sie sind sehr neugierig und bewegungsaktiv. Sie brauchen angemessene Raumgestaltung und Spielangebote

Durch gezielte Fort- und Weiterbildungen und pädagogische Literatur sind wir auf die neue Gruppenstruktur vorbereitet.

Schlaumäuse Projekt oder die „Kleinen Strolche“ entdecken die Sprache

Spätestens seit Pisa ist klar: Nicht allen Kindern gelingt es, bis zum Eintritt in die Schule die sprachliche Fähigkeit so zu erwerben, dass es ihnen ermöglicht, Lerninhalte aufzunehmen und mit Spaß am Unterricht teil zunehmen.

Jedes Kind hat seinen eigenen Umgang mit Sprache und jedes Kind eignet sich Sprache auf seine Weise an.

Mit Sprache teilen Kinder sich anderen mit, Sprache hilft, uns selbst und andere zu verstehen und das, was unsere Welt ausmacht, zu ergründen, zu benennen und zu gestalten. Kinder erleben Sprache „im Leben“ im sozialen Miteinander.

Um Kinder bei ihrem Spracherwerb zu begleiten und zu unterstützen, bieten wir einmal in der Woche in einer Kleingruppe gezielte Sprachförderung an.

Dort werden z.B. projektbezogene Bilderbücher, Symbolkarten, Ereignisposter oder Dia-Bilderbücher mit den Kindern betrachtet, besprochen und dadurch spielerisch die Sprache angeregt.